Kalimba – Noten lesen

Die Kalimba nach Noten spielen – ein Guide für Anfänger

Stücke auf der Kalimba können nicht nur improvisiert, sondern auch nach Noten gespielt werden. Beim Notenspiel gibt es jedoch einiges zu beachten, was im Folgenden dargestellt werden soll.

Die Töne auf der Kalimba

Zunächst einmal ist es wichtig, zu verstehen, wo welche Töne auf der Kalimba liegen. Grundsätzlich gilt: je länger die Klangzunge, desto tiefer der Ton. Umgekehrt bedeutet dies: je kürzer die Klangzunge, desto höher der Ton.
Auf einer gängigen Kalimba sind die Schlüssel in der Regel in Form einer leichten Dreiecksspitze angeordnet. Das bedeutet, am linken und rechten Rand liegen jeweils kurze Schlüssel, die zur Mitte gehend immer länger werden. Der längste Schlüssel, der auch den tiefsten Ton produziert, liegt also in der Mitte.

Bei den meisten Kalimba sind sogenannte Stimmhammer im Lieferumfang enthalten, mit diesem lassen sich die Klangzungen länger oder kürzerjustieren.

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Um nun eine Tonleiter von oben nach unten zu spielen, werden die Daumen zunächst an den äußeren Rändern des Instruments platziert. Dann beginnt der rechte Daumen, den ersten Schlüssel rechts außen anzuschlagen. Der nächst tiefere Ton befindet sich dann am linken äußeren Rand und wird mit dem linken Daumen angeschlagen. Danach folgt nach innen gehend der nächste Schlüssel auf der rechten Seite. Nach diesem Prinzip lässt sich die gesamte Tonskala nach unten spielen bis der tiefste Ton, also der längste Schlüssel erreicht ist. Um vom tiefsten Ton wieder zum höchsten zu spielen, wird in der Mitte der Kalimba begonnen.

Wie sollte eine Kalimba gestimmt sein?

Kalimbas unterscheiden sich hinsichtlich der Anzahl der Klangzungen, beziehungsweise Schlüssel. Die meisten Kalimbas haben standardmäßig 17 Schlüssel. Es gibt aber zum Beispiel auch Instrumente mit nur 10 oder 8 Schlüsseln.
Für den Anfang sollte die Kalimba in einer Dur-Tonleiter gestimmt sein. Das heißt, das Anspielen der Schlüssel von hoch nach tief ergibt eine harmonische Tonleiter in Dur. Vorteilhaft für Einsteiger wäre hier eine Stimmung in C. Mit C-Dur lassen sich viele einfache Anfängerstücke gut spielen. Dies trägt zu einem leichteren Verständnis des Tonsystems bei.

Selbstverständlich kann eine Kalimba auch in anderen Tonleitern gestimmt sein. Das heißt, die Tonabstände unterscheiden sich im Vergleich zu anderen Tonleitern. Möglich wäre zum Beispiel eine Stimmung in Chromatik, Moll oder Pentatonik.

Bei vielen im Handel erhältlichen Kalimbas ist der Ton auf dem Schlüssel aufgedruckt. So lässt sich die Tonleiter, nach der das Instrument gestimmt ist, einfach ablesen.

Die Kalimba-Tabulatur

Kalimbanoten können natürlich auch im gängigen europäischen Notensystem notiert werden. Es hat sich aber eine speziell auf die Kalimba abgestimmte Notationsweise entwickelt, die das Spielen gerade für Anfänger deutlich vereinfacht.
Auf einer sogenannten Kalimba-Tabulatur, auch als Tabs bezeichnet, sind die Schlüssel tabellarisch abgebildet. Ein Tab für eine Kalimba mit 17 Schlüsseln würde also 17 nebeneinander stehende senkrechte Spalten enthalten. Jede Spalte repräsentiert einen Schlüssel und liegt genau da, wo dieser sich auch auf dem Instrument befindet. Die visuelle Anordnung der Klangzungen kann also eins zu eins auf das Notenbild übertragen werden.
In diesen Spalten werden dann übereinander die Noten notiert. Es wird von unten nach oben gelesen. Die Darstellung des Notenwerts erfolgt wie in der normalen europäischen Notenschrift. Fähnchen und Balken laufen allerdings nach links zur Seite anstatt nach oben.

Geeignete Anfängerstücke

Für den Anfang eignen sich einfache auf C gestimmte Stücke. Voraussetzung ist, dass die Kalimba auch auf C gestimmt ist. Ansonsten ist die jeweilige Stimmung des Instruments bei der Wahl eines Stücks zu beachten.
Schöne und einfach zu spielende Stücke in C-Dur sind zum Beispiel „Amazing Grace“, „Scarborough Fair“ oder „What shall we do with a drunken sailor.“
Zusätzlich zur Stimmung der Kalimba sollte auch beachtet werden, wie viele Schlüssel für das Spielen eines Stücks vonnöten sind.

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